Vor knapp sieben Jahren startete das Diakonische Werk im Kreis Herzogtum Lauenburg das Kümmerer-Netzwerk, mit dem ein Versuch ehrenamtliche Helfer für die Betreuung von Senioren zu gewinnen, organisiert worden ist.

Koordinatorin für dieses Projekt ist Simone Kroll-Schilke, die erläutert, worin das Ziel dieses Projekts zu sehen ist: „Es geht um Beistand, um Begegnung, sozusagen um eine Beziehung auf Zeit.“ Dafür würden Menschen gebraucht, die einen Teil ihrer Zeit an Senioren und Hilfsbedürftige verschenken würden.

Workshop Kommunikation im Kümmerer-Projekt. Foto: privat

Parallel sollen mit diesem Projekt auch Anbieter im Bereich von Seniorenbeiräten, Pflegestützpunkte oder auch Behindertenbeauftragte vernetzt werden. Für Fragen älterer Menschen will das Netzwerk eine Lotsenfunktion in der Unübersichtlichkeit der Angebote wahrnehmen. Die ehrenamtlichen Helfer werden dabei im Rahmen gemeinsamer Treffen auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Als Kümmerer könne sich jeder bewerben, der ausreichend Zeit zur Verfügung stellen kann. Wichtig seien natürlich Zuverlässigkeit, Empathie und Mobilität erläutert Kroll-Schilke. Gefördert wird dieses Netzwerk durch die Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein, aber auch von der Aktivregion Sachsenwald-Elbe, dessen Aufgabe in der Förderung und Entwicklungländlicher Regionen zu sehen ist. Kommunale Daseinsvorsorge ist ebenfalls ein Bestandteil dieser EU-Initiative.

Festzustellen ist, dass sich das Kümmerer-Projekt überaus erfolgreich mit den Jahren entwickelt hat und eine Vielzahl von Betreuer und Betreuungsangebote bieten kann. Jeder, der das Gefühl hat, ein wenig Hilfe gut gebrauchen zu können, kann sich an das Diakonische Werk im Kreis Herzogtum Lauenburg wenden.